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Umarmungen mit COMPANY PERRON 2

 

Zwei Schnecken umarmen die Tür und erfinden das Hackbrett

oder

wie der Grossvater seinen Enkeln umarmend die Welt erklärt, könnte das Programm des Komikerduos Company Perron 2 auf den Punkt gebracht werden.

Türrahmen
Es ist ein Stück, in der eine Tür auf der Bühne Eintritt gewährt in die Geschichtenwelt eines Grossvaters, welcher in Brasilien die Welt erklärt bekam. Diese Episoden zaubern nun die Enkel in Gestalt des Duos auf die Bretter in der Beschäftigungswerkstatt Ilex. Es sind Erzählungen welche zwischen brachialem und frontalem Witz (zum Beispiel die ausführliche und realistische Zelebrierung der Schneckenschleimdehnung) und anmutender Poesie (zum Beispiel die Performance des Musikstückes „abrasso“) spielt. Es ist die Mischung des Wortwitzes in der deutschen, englischen und französischen Sprache und der Körpersprache in dem ein Küchentuch eine zentrale Rolle erhält.

Krawattenfieber
Immer wieder wird das Publikum umarmend einbezogen und herausgefordert einzutauchen in die eigenwilligen Überlegungen der Stückeschreiber. So sollten Krawattenknöpfe gestaltet, monetäre Wetteinsätze geleistet und das Küchentuch in Szene gesetzt werden. Die beiden Perrons nahmen das Publikum an der Hand und erklärten anhand der Logik des Grossvaters wie (fast) alle Instrumente erfunden wurden.
Mitten im Programm müssen sich Künstler und Publikum mit den Anforderungen von Dunkelheit auseinandersetzen und sich auf die modernen Errungenschaften von Handylicht und Stromregelungen verlassen.

Liebes- und Sportleben der Schnecke
Mit Händen und Finger, mit dem Rahmen der Tür und mit der sprachlichen Unterstützung eines Frosches wird ein Schneckendate, der sich daraus entwickelte Liebestanz und ein unbarmherziges Schneckenrennen aufgeführt. Die Wetterin aus dem Publikum verlor ihren Einsatz völlig unerwartet.

Umarmungen
Das Stück «abrasso» heisst Umarmung. Und so gäbe es noch viele einzelne komische und musikalische Umarmungen anzumerken welche in der Aufführung vorkamen, aber hier kaum Platz finden können. Lassen sie aber den Autor noch folgendes anbringen: Die Aufführung am letzten Freitag besuchte eine junge Familie mit ihrem ca. 1-jährigen Kind. Das Kind verfolgte die Aufführung staunend, gespannt und immer wieder aufmerksam. Man fragte sich liegt es an seinen ausserordentlichen musischen Genen oder an der speziellen Eigenwilligkeit der Künstler. Der Autor meint es lag an der Umarmung... oder doch am Stück?

Kultur Romanshorn, 3. November 2009, Stefan Ribler

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